„Schenken wir den Dokumenten aus den öffentlichen Archiven Aufmerksamkeit, den beschrifteten Landkarten, den Berichten, den Skizzen; betrachten wir aber auch die Dokumente aus den privaten Archiven, die Briefe, Postkarten, Reiseberichte. Sehen wir zu, dass diese aufbewahrt werden und dass sie von denjenigen entdeckt werden, die sie lesen, erklären und miteinander verbinden können. Sie wurden wieder dorthin zurückgetragen, wo sie verfasst, im Kerzenlicht gekritzelt, hastig auf einem Film fixiert wurden, bevor sie in eine Sintflut aus Granaten geraten sind, oder bevor die wütenden Maschinenpistolen des Gegners zu krachen begonnen haben. Indem wir diese Zeugnisse in deren ursprüngliche Umgebung zurücktragen, in die Trümmer der Gräben, des Schutzräume, ins Stacheldrahtnetz, in die Minenkrater, werden sie nicht nur lesbar, sondern auch hörbar. Wir werden das hören und sehen, was die damaligen Kämpfer gehört und gesehen haben. Diese Zeugnisse werden wiederbelebt, um uns von diesem großen Kampf zu erzählen.“
Francis Rapp, Historiker, Mitglied des Instituts
Die Zusammenstellung des Dokumentationsbereichs über den Hartmannsweilerkopf und den Ersten Weltkrieg im Elsass und in den Vogesen wurde von der „Communauté de Communes von Cernay und Umgebung“ 2001 initiiert. Es wurden 700 Publikationen erworben, Bücher und Fotokollektionen digitalisiert und Kunstwerke photographisch reproduziert. Dieser Bereich wird regelmäßig durch die Anschaffung neuer Werke bei privaten Sammlern, Buchantiquariaten und Institutionen, durch Spenden oder Onlinestellung von Büchern, Zeitschriften, Photographien, Postkarten, Dias und Mikrofilmen bereichert.
Schließlich soll eine Sammlung von mehr als 3.000 Werken dazu beitragen, diese schriftliche und bildliche Erinnerung mindestens teilweise zu erhalten, die heute seltenen und leider verstreuten Dokumente über den Ersten Weltkrieg im Elsass und in den Vogesen zusammenzustellen, die Arbeit der Forscher, der Wissenschaftlichen Gesellschaften und Privatpersonen zu unterstützen, die sich für diese Zeit interessieren.
Diese Sammlung wird im ersten Stock des zukünftigen Gebäudes des Abri-Mémoire in Uffholtz zur Verfügung stehen.
Das Abri-Mémoire wird sich darum bemühen, einen Austausch mit den verschiedenen Archiven und Bibliotheken anzuregen, die über Dokumente und Sammlungen zum Ersten Weltkrieg verfügen.
Die Katalogisierung der Werke hat 2007 begonnen. Bis Juni 2008 sollten die gesamten Daten zu den Werken digital zur Verfügung stehen: Titel, Untertitel, Autor, Vorwort, Verlag und Verlagsort, Reihe, Erscheinungsjahr, Anzahl der Bände, Umfang, Format, Illustrationen, Begleitmaterial, Anhang, Namensregister, Einband, Auflage, Inhaltsverzeichnis, Zusammenfassung des Werkes und Autorenbiographie.
Eine ähnliche Arbeit wird dann für jedes Bilddokument stattfinden: Titel, Untertitel, Ort, Zeitraum, Name der Kampfeinheiten und des Schlachtfelds, Thema, Art und Herkunft des Werkes.
Die 100 ersten Referenzen aus dem Katalog des Abri-Mémoire in Uffholtz sowie die digitalisierten Dokumente sind von nun an auf der Seite www.abri-memoire.org zu finden.